Schlangenadler
Systematik
Klasse: Vögel (Aves)
Unterklasse: Neukiefervögel (Neognathae)
Ordnung: Greifvögel (Falconiformes)
Familie: Habichtartige (Accipitridae)
Unterfamilie: Schlangenadler
Wissenschaftlicher Name: Circaetinae
Gattungen
* Schlangenadler (Circaetus)
* Schlangenweihen (Spilornis)
* Gaukler (Terathopius)
Die Unterfamilie der Schlangenadler (Circaetinae) gehört zur Familie der Habichtartigen und umfasst mittelgroße und große Arten mit breiten Flügeln. Die Schlangenadler sind auf Schlangen und Eidechsen als Nahrung spezialisiert und leben in den gemäßigten und warmen Teilen der alten Welt.
Arten
* Schlangenadler Circaetus gallicus
* Schwarzbrust-Schlangenadler Circaetus pectoralis
* Afrikanischer Schlangenadler Circaetus cinereus
* Graubrust-Schlangenadler Circaetus fasciolatus
* Bandschlangenadler Circaetus cinerascens
* Schlangenweihe Spilornis cheela
* Nikobaren-Schlangenweihe Spilornis minimus
* Bergschlangenweihe Spilornis kinabaluensis
* Celebes-Schlangenweihe Spilornis rufipectus
* Philippinen-Schlangenweihe Spilornis holospilus
* Andamanen-Schlangenweihe Spilornis elgini
* Gaukler Terathopius ecaudatus
Schlangenadler
Systematik
Unterklasse: Neukiefervögel (Neognathae)
Ordnung: Greifvögel (Falconiformes)
Familie: Habichtartige (Accipitridae)
Unterfamilie: Schlangenadler (Circaetinae)
Gattung: Schlangenadler (Circaetus)
Art: Schlangenadler
Wissenschaftlicher Name: Circaetus gallicus
Der Schlangenadler (Circaetus gallicus) gehört zur Unterfamilie der Schlangenadler aus der Familie der Habichtartigen.
Aussehen
Mit bis zu 70 Zentimetern Körperlänge und einer Spannweite um 175 Zentimeter ist er deutlich größer als unser Mäusebussard. An seiner Unterseite ist er hell wovon sich meist der deutlich dunklere Kopf- bis Brustbereich deutlich abhebt. Er hat einen relativ großen Kopf und leuchtend gelbe Augen. Flügge Jungvögel sind viel heller und haben zeitweise einen fast weißen Kopf.
Verbreitung und Lebensraum
Mit etwa 5.900 bis 14.000 Brutpaaren in Europa zählen Schlangenadler zu den seltenen Arten. Er ist in Süd- und Osteuropa, vereinzelt aber auch noch in Ungarn und Polen zu finden. Auch in Deutschland ist er vereinzelt zu beobachten, im Sommer wandert er teils große Strecken.
Er mag warme, offene, mit Bewuchs durchsetzte Gegenden wie Steppen, Savannen, offene Wald- oder auch Wüstenlandschaften. Wichtig ist ein reichhaltiges Vorkommen seiner Beutetiere.
Als ausgeprägter Zugvogel fliegt er zwischen August und Oktober in Tagesleistungen von bis zu 100 km hauptsächlich über Gibraltar in Gegenden südlich der Sahara und kehrt erst gegen März wieder zurück.
Weltweit gibt es 4 bis 6 Arten der Gattung Circaetus, die bis auf Circaetus gallicus alle ausschließlich in Afrika vorkommen. C. beaudouini und C. pectoralis werden auch oft C. gallicus als Unterarten zugeordnet. C. beaudouini ist von der Musterung C. gallicus sehr ähnlich, aber kleiner. C. pectoralis sieht mit seiner schwarzbraunen Oberseitenfärbung deutlich anders aus, bildet aber im sehr kleinen Überschneidungsgebiet mit C. beaudouini vereinzelt Mischpaare.
Beaudouin-Schlangenadler Circaetus beaudouini J. Verreaux und Des Murs, 1862 - Savannenzone Westafrikas von Süd-Mauretanien bis Südwest-Sudan und Nordwest-Kenia.
Schwarzbrust-Schlangenadler Circaetus pectoralis A. Smith, 1829 - Trockenwald- und Offenlandzonen des östlichen und südlichen Afrikas von Äthiopien und Uganda bis zum Kap der Guten Hoffnung.
Einfarb-Schlangenadler Circaetus cinereus Vieillot, 1818 - Gesamte Savannen- und Trockenwaldzone des tropischen Afrikas (ohne Wüstengebiete der somalischen Halbinsel und des südwestlichen Afrikas).
Graubrust-Schlangenadler Circaetus fasciolatus Kaup, 1847 - Entlang der Küstenzone von Kenia bis zum äußersten Nordosten Südafrikas.
Bandschlangenadler Circaetus cinerascens J. W. von Müller, 1851 - Feuchtsavannenzone im Randbereich der afrikanischen Regenwaldzone, sowie im Hochland Äthiopiens.
Ernährung
Wie der Name schon andeutet, ist er auf Kriechtiere wie Schlangen und Eidechsen spezialisiert und daher auch von deren Vorkommen abhängig. Die Vögel umtanzen flügelschlagend ihr Opfer, so dass den Schlangen keine Möglichkeit zum Zubeißen bleibt.
Fortpflanzung
Sein Nest baut er bevorzugt in hohe, an Hängen stehende Bäume. Er legt wahrscheinlich erst im Alter von drei oder vier Jahren und dann auch nur jeweils ein Ei. Dieses legt er in Südeuropa und Marokko im April, in Indien hingegen schon im Januar/Februar. Das Weibchen brütet im Mai und Juni etwa 35-40 Tage lang das eine weiße über 7 cm lange Ei aus. Das Junge bleibt 60-80 Tage im Horst.
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