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Tiere Afrikas: Vipern

 
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Tiere in Afrika


Vipern

Systematik
Stamm: Chordatiere (Chordata)
Unterstamm: Wirbeltiere (Vertebrata)
Klasse: Reptilien (Reptilia)
Ordnung: Schuppenkriechtiere (Squamata)
Unterordnung: Schlangen (Serpentes)
Familie: Vipern
Wissenschaftlicher Name: Viperidae

Unterfamilien

* Grubenottern (Crotalinae)
* Echte Vipern (Viperinae)

Vipern oder Ottern (Viperidae), "Röhrenzähner", sind eine in Afrika und Eurasien verbreitete Familie meist viviparer (lebendgebärender) Giftschlangen mit 10 Gattungen und ungefähr 60 Arten. Die taxonomische Gliederung der Giftschlangen und damit auch der Viperidae ist jedoch noch umstritten und nicht abschließend geklärt. In Europa sind sie mit neun Arten vertreten, in Australien, Ozeanien und auf Madagaskar fehlen sie völlig.

Beschreibung

Je nach Art erreichen sie eine Länge von 30 cm bis 180 cm. Zur Familie der Vipern gehört unter anderem die Unterfamilie der amerikanischen Grubenottern (Crotalidae), zu denen auch die Klapperschlangen gehören. Im Unterschied zu diesen fehlt den Vipern die vor den Augen liegende 'Grube', die ein Wärmesinnesorgan darstellt. Vipern sind in der Regel dämmerungs- und nachtaktive Tiere.

Die häufig gedrungenen, massiv wirkenden Schlangen sind durch einen kurzen Schwanz und einen dreieckigen, deutlich vom Hals abgesetzten Kopf gekennzeichnet. Die Augen der Vipern weisen meist senkrecht gestellte elliptische Pupillen auf. Vipern sind selten auffällig, häufig in eher dunklen erd- oder olivtönen gefärbt.

Bei manchen Arten (ovovivipare Arten) reifen die Eier im Körper des Muttertieres und die Jungen schlüpfen bei der Eiablage, es gibt jedoch auch zahlreiche eierlegende (ovipare) Arten.

Vipern verfügen über einen hoch entwickelten Giftapparat mit beweglichen röhrenartigen (solenoglyphen) Giftzähnen. Bei geschlossenem Maul liegen die Giftzähne "eingeklappt" in einer Bindegewebsfalte im Gaumendach und werden bei Gebrauch durch Aufreißen des Rachens senkrecht zum Oberkiefer aufgerichtet. Hierdurch wird ein sehr tiefes Eindringen der Zähne in die Beute ermöglicht und es kann eine effektive Injektion des Schlangengiftes erfolgen.

Giftigkeit

Das Gift der Vipern, ein komplexes Proteingemisch, greift das Blut und Gewebe des Opfers an. Häufig wird hierdurch das Beutetier nicht nur gelähmt oder getötet, die durch das Gift bewirkte enzymatische Gewebezersetzung unterstützt auch den Verdauungsvorgang der Schlangen.

Gattungen und Arten (Auswahl)

Gattungen und Arten (Auswahl)

  • Gattung Puffottern (Bitis)
    • Puffotter (Bitis arietans)
    • Gabunviper (Bitis gabonica)
    • Nashornviper (Bitis nasicornis)
    • Schneiders Zwergpuffotter (Bitis schneideri)
    • Zwergpuffotter (Bitis peringueyi)
  • Gattung Hornvipern (Cerastes)
    • Wüsten-Hornviper (Cerastes cerastes)
  • Gattung Sandrasselottern (Echis)
  • Gattung Echte Ottern (Vipera)
    • Kreuzotter (Vipera berus)
    • Aspisviper (Vipera aspis)
    • Wiesenotter (Vipera ursinii)

Zu den bekannteren Echten Vipern gehören u. a. die Kreuzotter (Vipera berus), die Aspisviper (Vipera aspis) und die Puffotter (Bitis arietans).



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