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Nationalparks in Afrika: West-Coast-Nationalpark

 
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Nationalparks Südafrika: West-Coast-Nationalpark

Der West-Coast-Nationalpark liegt 120 km nördlich von Kapstadt in der südafrikanischen Provinz Westkap. Er ist 27.500 ha groß und schließt die 15 Km lange Langebaan-Lagune ein, die zur Saldanha Bay geöffnet ist, hier befinden sind auch 30% der südafrikanischen Salzmarschen.

Anreise und Übernachtung

Es gibt zwei Zugänge zum Park, von Norden aus über den Ort Langebaan, vom Süden aus zweigt eine Zufahrt von der R 27 in den Park ab.

Einfache Übernachtungsmöglichkeiten bestehen beim Geelbek Environmental Education Centre am Südufer der Lagune. Hier ist auch das Informationszentrum für Umwelt- und Naturschutz untergebracht. Ein Teesalon bietet hier auch Snacks und Erfrischungen an.

Weitere Unterkünfte im Park sind der Webseite der Parkverwaltung zu entnehmen. Es werden mehrtägige Wanderungen angeboten, mit Tagesetappen von 12-15 km Länge, Übernachtung dann z.T. auf Campingplätzen.

Von Langebaan aus kann man eine von der Parkverwaltung organisierte Bootsfahrt über die Lagune zum Postberg unternehmen, mit geführter Wanderung durch die blühende Landschaft in diesem Parkteil. Nur in der Frühliungsblumensaison und nach vorheriger Anmeldung.

Fauna und Flora

Vor allem wegen seines Artenreichtums an Vögeln ist der Park von Bedeutung. Er ist im Sommer die Heimat von etwa 750.000 Vögeln, davon viele Zugvögel von der nordlichen Halbkugel. Die Küste des West-Coast-Nationalparks wird durch den Benguela-Strom immer mit nahrungsreichem Wasser versorgt, was sich in einer großen Anzahl verschiedener Fischarten widerspiegelt, welche die großen Vogelschwärme ernähren.

Besonders zahlreich sind die Vögel auf den zum Park gehörenden Inseln:

  • Malgas Island mit 70.000 Kaptölpeln
  • Schaapen Island mit Wahlbergscharben (Kormoranverwandte) und Dominikanermöven
  • Marcus Island hier siedelt die größte Brillenpinguinkolonie der Welt
  • Jutten Island mit 25.000 Kapkormoranen

An größeren Säugetieren sind vertreten : Elen-Antilope, Kudu, Kuhantilope, Buntbock, Zebra, Springbok, Oryx und Streifengnu.

Der Park beherbergt auch den sogenannten Fynbos, eine Strauchvegetation, die fast ausschließlich im Südwesten Südafrikas zu finden ist, und als Teil davon auch Renosterveld und Strandveld-Vegetation.

Der nordwestliche Teil des Parks (Postberg Flower Reserve) ist im Frühling - von August bis September -, wenn alle Blumen zu blühen beginnen, eine große Touristenattraktion. Dieser Teil des Parkes ist dann ab Oktober nicht mehr für das normale Publikum zugänglich. Die Postberg Region besteht aus drei ehemaligen Farmen : Oude Post, Nieuwland und Kreeftebai. Das nördliche Ende dieses Parkbereiches ist militärisches Sperrgebiet und ganzjährig für den Publikumsverkehr geschlossen.

Klima

Das Klima ist gemäßigt, Tiesttemperaturen selten unter 4°C und selten über 34°C. Regen fällt hauptsächlich in der Zeit von Mai bis September.

Geschichte

1985 wurde das gesamte Gebiet um die Langebaan-Lagune und vier vorgelagerte Inseln zum Nationalpark erklärt um das wertvollen Ökosystems der Lagune zu schützen. Im Jahr 1987 wurde das private Postberg Nature Reserve mit 1800 ha in den Park eingegliedert. Dieser Teil des National Parks ist immer noch Privatbesitz, wird aber vom National Parks Board verwaltet. Seit 2000 ist der Park als Biosphärenreservat von der UNESCO ausgewiesen.



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