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Reiseberichte Afrika

Reiseberichte Afrika: Reisebericht Nairobi nach Kapstadt

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Reisebericht Nairobi nach Kapstadt

Kenia

1. Tag - Stuttgart / Deutschland nach London / England

Reisebericht AfrikaHeute hat es angefangen zu schneien. Um 16 Uhr geht der Flieger nach London. Ich bin ein wenig nervös, da das Flugticket immer noch nicht da ist. Sie aber haben gesagt, das es bis spätestens um 10 Uhr per Expreß aus Hamburg eintreffen soll.

Die letzten Tage waren überaus ruhig, ich hatte viel mehr Streß und Hektik erwartet - und dann, um 10:23, mein Ticket ist eingetroffen und liegt bereit zum abholen.

Und dann, ganz plötzlich ist sie da, diese ganz spezielle Reisestimmung, welche sich in den letzten Tagen nicht einstellen wollte. Ich sehe mich wie von oben, als einen kleinen Erdbewohner, welchen ich dabei beobachte, wie er sich über den Planeten bewegt.

Wegen des immer dichter werdenden Schneefalls ging der Flug nach London mit 2 Stunden Verspätung raus. Der Flug war von der Sorge geprägt, ob ich wohl den Anschluß nach Nairobi bekomme, oder nicht. Aber dann habe ich den Weltrekord gebrochen, von Terminal 1 nach Terminal 4 in London in nur 17 Minuten.

Den Flug nach Nairobi habe ich in der Emergency Exit row mit 4 Gin Tonic und einigen langweiligen Filmen überstanden.

2. Tag - London / England nach Nairobi / Kenia

Pünktlich um 9:45 Uhr setzte der Flieger über dem ostafrikanischem Hochland zur Landung auf Nairobi an.

Reisebericht AfrikaDer Zoll und das Visa waren schnell erledigt und tatsächlich, auch mein Rucksack hatte den Weg bis Nairobi gefunden. Christopher, der Driver von Jimy erwartete mich schon am Flughafen, was für ein Luxus, sich in den weißen Landcruser fallen zu lassen und sich nach Westlands chauffieren zu lassen. Jimys Eltern haben mich so unglaublich herzlich begrüßt und mich erst einmal mit lauter Leckereien verwöhnt.

Ich war völlig überwältigt von all dem Grün, den 35 C. und dieser total verrückten, pulsierenden Stadt.

Ein schelles Mittagessen mit Jimmys Frau (Jimy war auf einem Klassentreffen in Goa und sollte am Sonntag wieder kommen). Nach dem Mittagessen, welches traditionell indisch und äußerst gewöhnung bedürftig war, fuhr mich Christopher nach Kileleshua zum Waldorf Kindergarten.

Leider kann ich den Gesichtsausdruck welchen Anne hatte nicht in Worte fassen, aber er war grandios. Da es Donnerstag war und sie noch zu arbeiten hatte machte ich mich auf den Weg zurück zu Jimys Haus um ein wenig Schlaf nachzuholen. Am Abend ging es mit Anne und zwei weiteren Mädels zum Carnevas, das ist ein Restaurant mit Night Club. Es ist dann mal wieder spät geworden und ich bin Hund müde und mit 1000 Eindrücken ins Bett gefallen.

3. Tag - Nairobi / Kenia

Reisebericht Afrika KeniaAm Vormittag habe ich einen langen Spaziergang durch die Vororte Nairobis unternommen. Die Leute schauen einem an als käme man von einem anderen Planeten. Das tut man auch, nur ist es absolut unüblich das man einen "Weißen" auf der Straße laufen sieht. Die Leute dort leben einerseits in einer permanenten Angst und sind andererseits der Massen dekadent, das sie nie auf die Idee kämen zu Fuß auch nur das Haus zu verlassen.

Mittags dann eine lange Siesta gehalten und am Abend mit ein paar Freunden von Jimy in den "Nairobi Sports Club" zum Abendessen gegangen. Das war dann wieder so eine der exklusiven Treffen, welche bei mir in die Kategorie Snobismus fallen. Später sind wir dann ins Kasino gezogen, wo die Anderen viel Geld verloren haben. (Einer hat doch tatsächlich 25.000 USD an dem Abend verspielt) Ich habe mich damit vergnügt an meinen gesponserten Getränken zu nippen und die Leute zu beobachten. Um 4 Uhr hatten dann alle Beteiligten das Gefühl genug Geld verspielt zu haben und ich wurde nach hause gefahren, wo ich dann halbtot in mein Bett gefallen bin.

Mein Magen hat eine Revolte gegen mich gestartet, vermutlich das Wasser und das ungewohnte indische Essen… ich hoffe das wird dann bald wieder.

4. - Tag - Nairobi / Kenia

Reisebericht Afrika KeniaNachdem ich lange in den Morgen geschlafen habe, ging es mit Jimmys Familie zum Weekend Shopping. Am Nachmittag ging ich Anne besuchen und wir haben einen Versuch gestartet ein anderes Restaurant Downtown zu finden. Nach einer Odyssee durch Zentral Nairobi bei Nacht, was ganz schön Angst einflößend war, haben wir dann ein nettes Plätzchen in Westlands gefunden. Nach einem ausgezeichneten Burger und ein paar Runden Pool ging es dann ein wenig früher ins Bett.

 

5. - Tag - Nairobi / Kenia

Bis um 10 Uhr geschlafen, dann nach einem indischen Frühstück, Charparty, süß, sauer, scharf und bitter - Mein Magen!!! Ging es zu Fuß nach Kileleshwa das ca 10 Km entfernt ist. Ich habe die Zeit genutzt und einen Haufen Fotos von verrückten Matatus zu machen.

Mit Anne ein Frühstück, mit Zeitung und Ananas gemacht. Einen ausgedehnten Spaziergang in den öffentlichen Park. Am Abend ging es wieder Down Town Nairobi, diesmal ins Kino. Auf dem Programm stand James Bond und es war ein Erlebnis, weniger der Film als das ganze drum und dran. Den ganzen Abend, sowohl in den Straßen, als in den Bars und im Kino keinen anderen Weißen gesehen… Upps, alles glatt gegangen, wir haben auch das überlebt. Nachdem Anne mich nach hause gefahren und wir uns verabschiedet hatten ging es ans Rucksack packen… Morgen geht es los!

4. - Tag - Nairobi / Kenia nach Arusha / Tansania

Reisebericht Afrika KeniaHeute ist Montag, Christopher hat schon den Landcruser bereit gestellt. Jimy ist immer noch in Goa, wir werden uns wohl ein anderes Mal treffen.

Nach einer kurzen Fahrt sind wir dann am "Silver Springs" Hotel angekommen. Ich treffe hier meine Gruppe mit welcher ich die nächsten 6 Wochen reisen werde. Und ja, ich bin ein wenig aufgeregt! Das lasse ich mir natürlich nicht anmerken.

Und tatsächlich der erste Eindruck der Gruppe ist seltsam. Fast nur Australier und Engländer. Ein Ehepaar aus der Schweiz, und eines aus Belgien. Aber fuer viele Gedanken bleibt keine Zeit, da wir gleich einem Briefing unterzogen werden und dann unseren Truck in Beschlag nehmen.

Der Truck ist ein riesen Ding, mit über 20 m Länge und 4 1/2 m Höhe. Unser rollendes Zuhause für die naechsten 46 Tage.

Und dann gegen Mittag sind wir auf der Piste. Nairobi verschwindet hinter uns am Horizont. Auf relativ guten Straßen geht es immer Richtung Süden. Gegen Mittag halten wir mitten in der Pampa. Die Sonne brennt so unglaublich und das Thermometer bewegt sich irgendwo zwischen 38 und 40 C im Schatten. Leider ist weit und breit kein Schatten und der Appetit auf das bereitgestellte Mittagessen will sich auch nicht so richtig einstellen. Keiner weiß was er eigentlich machen soll und so sind wir alsbald wieder auf der Straße. Weiter Richtung Süden passieren wir die Grenze hinein nach Tansania und halten Ausschau nach Mt. Kilimanjaro, welcher sich allerdings erfolgreich in den Wolken versteckt. Nach 9 Stunden Fahrt sind wir dann endlich in Arusha angekommen.

Alle aus der Gruppe versuchen sich im Zelt aufbauen. Ich erspare mir die ganze Mühe und schlafe im Truck. Der Abend an der Bar gab die ersten Gelegenheiten, sich mit einzelnen aus der Gruppe zu unterhalten. Keiner aus der Gruppe wurde alt an diesem Abend und so kehrte unheimlich früh an diesem Abend eine wohltuende Ruhe über dem Camping Platz ein.

 

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