Reisebericht Nairobi nach Kapstadt
Sambia
24. Tag Kendy Beach - Zulu Camp / Sambia
Die Zeit im Paradies lief dann leider viel zu schnell ab. Und bald waren wir wieder "on the road".
Gegen Mittag passierten wir die Grenze, hinein nach Sambia. Sambia ist ein völlig untypisches "Entwicklungs" Land, da ueber 80 Prozent seiner Bevölkerung in Städten lebt.
So fuhren wir Stunden lang durch einsamste Gegenden. Unser Nachtquartier schlugen wir in Zulu Camp auf, umgeben von unendlicher Savanne.
25. Tag Zulu Camp nach Livingston / Sambia
Früh ging es wieder los, und vor uns lagen eine ganze Menge Kilometer. Aber die Vorfreude auf die Victoria Fälle, lies die Zeit schnell vergehen und so kamen wir am frühen Nachmittag in Livingston an. Der Backbacker war ein wenig chaotisch, aber alle fieberten nur dem Raften entgegen, welchen am nächsten Morgen stattfinden sollte.
26. 27. 28. Tag Livingston / Sambia
Nach einer langen Nacht ging es heute Früh in einem Lastwagen zu dem Einstiegspunkt für die Rafts, welcher nur wenige hundert Meter unter den Fällen liegt. Es entstand ein riesen Chaos, mit Helmen, Schwimmwesten, Paddeln und dem ganzen Equipment. Aber dann haben wir es doch noch geschafft und nach 600 m Abstieg in die Schlucht, nahmen wir unsere Rafts in Beschlag. Ich hatte leider keine Aufmerksamkeit für unseren Raft Guide, da mich die Fälle so in Anspruch nahmen.
Es war atemberaubend, da der Sambesi gerade Hochwasser führte, welche aus Angola kommt und nach Mosambik fließt, war das Schauspiel noch viel gewaltiger. Es hat auch keine zwei Minuten gedauert um von der Wasser- Wolke, welche aus den Fällen aufsteigt gänzlich durchnäßt zu werden.
(Die Wasserwolke steigt bis zu einem halben Kilometer über die Fälle empor.)
Aber dann ging es los, immer fröhlich durch den ersten Rapid. Und wir haben es geschafft, wir hatten unseren ersten "flipp". Diesen Zustand bezeichnet man, wenn das Boot sich auf den Kopf stellt und du in irgendeine Himmelsrichtung katapultiert wirst. Nach ein paar Sekunden unter Wasser tauchte ich dann wohlbehalten wieder auf und hielt erst einmal Ausschau nach dem Boot, welches inzwischen ein paar hundert Meter weiter flußab auf dem Kopf dahintrieb. Unser Guide bekam dann alles erstaunlich schnell wieder unter Kontrolle und uns alle wieder an board. Es sollte unser einziger flipp sein, und damit hatten wir Glück, den der erste Rapid, war nur Stufe 3.
Gegen Mittag hielt der ganze Troß an um heißhungrig über die Sandwiches herzufallen. Doch schon bald ging es weiter. Gegen fünf Uhr Nachmittag kamen wir dan bei Rappid 23, unserem Ziel an. Die Überraschung war dann groß als uns eröffnet wurde, daß wir die Schlucht noch bis zum Rand hinaufsteigen mußten. Nach 650 Höhenmeter 20 Minuten, hatten wir dann nicht nur schmerzende Arme vom Rafften, sondern auch noch schmerzende Beine. Aber das kalte Bier welches uns dann erwartete entschädigte dann für alles wieder.
Am Abend gab es dann in großer Runde das Video zu sehen, und das war's dann mit uns, alle im Bett. (22 Uhr !)
Am nächsten Tag ging es dann ganz in Ruhe zu den Fällen. Die sind so gigantisch, das kann man sich überhaupt nicht vorstellen. Da steht man in einer permanenten Regenwolke, welche mit einer ungeheuren Wucht aus der Schlucht empor schießt. Unglaublich, und dann kam noch die Sonne und machte einen wunderschönen Regenbogen.
Am dritten Tag ging es über die Vic Falls Brücke, welche Sambia mit Simbabwe verbindet.
Es war kein Problem an der Grenze, obwohl im Moment in Simbabwe so einiges nicht so ist wie es eigentlich sein sollte. Aber dazu später noch ein paar Worte.
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