Reisebericht Nairobi nach Kapstadt
Tansania 1
6. - Tag - Arusha / Tansania nach Ngorongoro Krater
In aller Frühe geht es aus den Federn. Wir lassen den Truck stehen und machen uns mit zwei Minibussen auf den Weg in den Krater. Eine Fahrt durch eine wundervolle Landschaft bringt uns an den Fuß des Krater wo wir die Nacht verbringen.
Die Bier Geschichte:
Eigentlich war die Idee gewesen in diesem kleinen Dorf zwei Kisten Bier zu kaufen, da die Anderen Plätze sehr viel Geld dafür nehmen. Das ganze gestaltet sich so, das ich und ein Kollege mit dem Minibus in Town gefahren sind. Wir hatten dann auch bald 2 Kisten Bier, leider waren sie warm. Wir sind dann mit dem Shop Besitzer zu einer Kneipe gefahren, wo dieser die Warmen Bier gegen kalte tauschen Wollte. Wir haben den Schwindel sehr bald bemerkt, es waren nur ein paar Flaschen kalt. Der Rest hatte immer noch eine Temperatur von 26 C. Das ging dann noch eine ganze Weile so weiter bis mir der Geduldsfaden riß. Wir sind dann zurück zum Camp gefahren und tatsächlich wir waren gerade beim Abendessen, da kamen 2 Kisten eiskaltes Bier. Tja man bracht Geduld, unendlich viel Geduld in Afrika.
7. - Tag - Ngorongoro Krater / Tansania nach Arusha / Tansania
Um 5 Uhr in der Frühe aufgestandenen versucht ein Frühstück einzunehmen. Das ist zu dieser Tageszeit sowieso ein schwieriges Unterfangen. Es wird zu einem Ding der Unmöglichkeit wenn ich Euch erzähle was es zum Frühstück gab.
Das ganze nennt sich English Breakfast.
Man nehme 2 Scheiben weißes labber Toastbrot, welches mehr Ähnlichkeit mit Kaugummi als mit Brot hat. Man toste dieses Brot, d.h. man verbrennt beide Seiten bis sie schwarz sind. Man muss aber darauf achten das auf jeden Fall der zähe und weiche Kern erhalten bleibt. Dazu gibt es ein Spiegelei welches mindestens in 1/4 Liter Öl gebacken wurde. Dazu gibt es Beakon, 3 Stück, welche ebenfalls nur so von Öl triefen. Hierzu gibt es halb kalte Beaked Beans aus der Konservendose. Das ganze wird nun übereinander auf einem Teller geschichtet. Man achte darauf, das auf jeden Fall der Toast gut durchgeweicht wir!
Dazu gibt es Instand Kaffee mit Milchpulver.
Nun gut, man kann nicht immer wie ein Gott speisen. Der grandiose Sonnenaufgang hat dann alles Vergessen gemacht und wir fuhren nun zum Krater.
Es wurde ein langer Tag, welcher mit einer Fahr auf dem Kraterrand begann. Gegen 10 Uhr kamen wir in der Kratersohle an und begannen Ausschau zu halten nach Tieren. Um es kurz zu machen, wir haben einige gesehen. Darunter: Büffel, Elefanten, Nashörner, Löwen, Zebras, Gnuss, Springböcke, Impalas, Hartebeest, und viele, viele mehr. Auf der langen Fahrt zurück nach Arusha, waren wir alle so erschlagen von Eindrücken, das uns die Augen zugefallen sind.
8. - Tag - Arusha Masai Village / Tansania
Heute stand ein Kamelritt und der Besuch eines Masai Dorfes auf dem Programm. Der Kamelritt war ein Erlebnis der Besonderen Art, aber schon nach 20 min. des hin und her schwankens sind wir im Dorf angekommen. Es war sehr interessant zu sehen wie die Masai leben. Mit bis zu 3 Frauen (der Dorf Chef hat über 30 Kinder) und einer Ernährung welche für uns Europäer sehr gewöhnungs bedürftig ist.
Sie schneiden ihren Kühen die Halsschlagader auf und zapfen ihr Blut ab. Nie zuviel, damit die Kuh nicht stirbt! Dieses Blut mischen sie mit Milch und das ist dann schon die ganze Mahlzeit.
Es war wie ein Eintauchen in eine Andere Welt, was sich dann schlagartig änderte als wir nach Arusha Town gefahren sind um ein wenig zu Bummel.
Wie sich herausstellt ist das ein Ding der Unmöglichkeit. Alle versuchen einen etwas zu verkaufen und man wird sich auf einmal bewußt wie viele Brüder man hat. (Sie rufen einem immer nach Brother, come in my shope just have a look… you don't have to bay.)
Den Abend verbrachten wir in der Nähe von Arusha an einem kleinen See.
9. - Tag Arusha / Tansania nach Dar Es Salam / Tansania
Heute ging es wieder früh raus, wir hatten 600 km oder 10 Stunden Fahrt vor uns. Aber das frühe Aufstehen wurde belohnt. Klimanjaro zeigte sich in seiner vollen Pracht in der morgen Sonne. Die lange Fahrt vertrieben wir uns mit sinnvollen Dingen.
Die Truck Activities:
Manchmal kann so eine Fahr ganz schön lang werden. Was liegt da näher als sich die Zeit mit sinnvollen Dingen zu vertreiben. Eine dieser Aktivitäten hieß "Esci surfing". Das geht folgendermaßen.
Man nehme 2 Kühlboxen und stelle sie in den Mittelgang. Nun treten zwei Mitspieler gegeneinander an. Das Ziel ist so lange wie möglich auf der Kühlbox stehen zu bleiben, was bei den gegebenen Straßenverhältnissen gar nicht so einfach ist.
Das war eine dieser Spiele welche man über mehrere hundert Kilometer spielen kann.
Dann gab es natürlich noch Alternativen.
- Schlafen. Was bei 16 Chaoten in einem Truck kaum möglich war. Außerdem gab es immer viel zu viel zu sehen.
- Über die Musik zu diskutieren, um dann doch immer wieder das selbe Tappe zu höheren.
- Basketball in den Wäschekorb, welcher meist mit leeren Bierflaschen gefüllt war.
- …und 1001 weitere Aktivitäten.
Die Sonne stand schon tief als wir in Dar Es Salam ankamen. Was für eine verrückte Stadt. Mit der Fähre ging es durch den Hafen, hinüber an die südliche Seite, und von da waren es nur noch ein paar Minuten bis zu unserem Camp.
Indischer Ozean, Kokosnuß Palmen und strahlend weißer Sand. Einfach ein Traum. Mit 26 C Wassertemperatur und zum einschlafen das rauschen des Windes in den Palmen.
Die eintreffende Flut und das rauschen des Meeres waren die letzten Dinge, bevor ich tief eingeschlummert bin.
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